Das Zeitliche segnen
Januar 31, 2007
Ich habe einen Freund, der sagt gern und häufig: “Wart mal’ schnell”.
Die Frage, die sich dann immer stellt, ist: Wie in Gottes Namen kann man bloß schnell warten? Denn ist es nicht so, dass warten eigentlich etwas Langsames ist, etwas Zähes, etwas Nicht-Vergehen-Wollendes? Oder vertue ich mich da?
Tautoko zeigt’s sogar bildlich. Nach Schnelligkeit sieht das zumindest nicht auf.
Und um noch eine Frage in den Raum der Blogosphäre zu stellen: Was ist eigentlich warten? In privater kleiner Runde diskutiert und sicherlich nur stümperhaft gedacht, definierten wir Warten als Zeit, die man mit nichts anderem verbringt, als eben… warten. Und als I-Tüpfelchen kamen wir überein, dass eben diese Nicht-Betätigung dann auch noch mit einem schlechten, ungeduldigen Gefühl behaftet sein muss. Ein bisschen Langeweile, ein bisschen Ohnmacht. Sonstens wäre es ja Komtemplation, oder? Und dann würde man das Zeitliche im Warten ja segnen. Auweia, ich hör’ jetzt langsam mal auf – obwohl: Das kann man auch schnell… “schnell aufhören”.
…warte, warte nur ein Weilchen…
Entry Filed under: Nachgedacht. .
Trackback this post | Subscribe to the comments via RSS Feed