Archive for 17. Januar 2008
Klon-Viecher
Der neueste Coup aus den US-amerikanischen Landen: Geklonte Nutztiere.
Das beste an diesen Tieren ist, dass sie keinen Mehrnutzen für den Verbraucher bringen, dass sie wesentlich anfälliger für Krankheiten sind, dass ihre Sterblichkeit wesentlich höher ist als die ihrer „natürlichen“ Artgenossen und dass sie derzeit auch noch viel teurer sind.
Nicht so gut an ihnen ist, dass sich die Tiere patentieren lassen und dass sich auf diese Weise große Marktmacht der Züchter einschleichen kann. Die Saatgut-Industrie macht es so schön vor: Erst verkauft man den Bauern unter großem Werbetamtam sogenannte Hybrid-Pflanzen, die angeblich schneller (Wachstum), stärker (Resistenz), größer (Ertrag) sind – und dann stellt der Landwirt eines Tages fest, dass er sich mit Haut und Haaren dem Saatgut-Lieferer verschrieben hat. Denn Hybrid-Pflanzen sind unfruchtbar, das heißt sie lassen sich nicht mehr vermehren. Wer für das nächste Jahr erneut säen und ackern will, muss erneut Saatgut kaufen. Das ist blöd für den Bauern und gut für den Lieferanten. Ein Blick auf die Geschäftspraktiken von Monsanto lohnt!
Und nun ist also auch unser liebes Vieh in das Blickfeld der „Wir-backen-uns-ein-Monopol“-Strategen geraten. Jetzt wird vorgefühlt, ob sich auch bei den Nutztieren die Abhängigkeiten schaffen lassen, die späterhin so prima-profitabel ausnutzbar sind. Die Gefahren liegen damit weniger in der häufig mit dem hysterisch-vorgebrachten Argument der gentechnischen Veränderung erklärten Verbrauchergefährdung – sondern vielmehr in der auf lange Sicht weitreichenden Verödung des Genpools unserer Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen. Wenn es dann zu Resistenzen von Erregern kommt oder sich weitere Umweltbedingungen wie Klima oder Wasserverfügbarkeit oder Salzgehalt von Böden verändern, kann auf einen Schlag ein ganzer Nahrungsmittel-Sektor ausfallen. Man denke nur an die aktuelle Gefährdung der weltweit monokulturartig angebauten Bananen.
In diesem Sinne: Guten Appetit!
Add comment Januar 17, 2008
„Unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiter“
Liebe Nokia-Lenker,
es hat sich ein Tippfehler in Ihren schönen Managersprüchen eingeschlichen. Nicht „Unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiter“ darf es heißen, sondern „Unser wichtigstes Kapital sind unsere Ex-Mitarbeiter“.
Dann wird ein profitables Handy, äh: ein Schuh daraus! Nicht wahr?
Mit wärmstem Klingelton
Ihre Ephemeridenzeit
Add comment Januar 17, 2008