Frau Amy Winehouse wurde reich bedacht mit der Musikindustrie höchsten Ehrungen. Fünf Grammys erhielt sie, darunter einen für ihren Song “Rehab”, einen für ihr Album “Back to Black”, auch einen für ihren Gesang. Darüber hinaus kürte die Jury sie als beste weibliche Interpretin und beste neue Künstlerin.
Die Ephemeridenzeit verleiht der Künstlerein in der alternativen Daumendruck-Verleihung darüber hinaus den goldenen Daumendruck für die beste beendete Drogenkarriere. Statt Crack und Alkoholexzessen auf der Bühne, Scotland Yard-Ermittlungen und einem dahin siechenden Körper wünscht der Betreiber dieses Blogs Amy Winehouse einen endgültig vollzogenen Drogenentzug und ein langes Leben.
Februar 11, 2008
In dieser Woche eröffnet der Bundestag die Diskussion über ein gegebenenfalls zu überarbeitendes Gesetz zur Forschung mit embryonalen Stammzellen. Derzeit schreiben die Gesetzeshüter den Wissenschaftlern vor, dass in Deutschland keine embryonalen Stammzellen zur Forschung gewonnen und nur solche aus dem Ausland importiert werden dürfen, welche vor 2001 entstanden sind.
Die Ephemeridenzeit findet, dass sich die Abgeordneten um das moralisch schwerwiegende Kernproblem drücken; denn nur, weil man nicht hierzulande, sondern im Ausland künstliche Befruchtungen vornimmt und die Embryonen anschließend tötet, um die Zellen zu gewinnen, ist das ethische Dilemma doch keinesfalls gelöst. Daher sollte entweder die embryonale Stammzellforschung komplett verboten oder eben komplett frei gegeben werden. Alles andere ist große Heuchelei.
Für das Verbot spricht, dass man auch mit adulten Stammzellen arbeiten kann, dagegen, dass das noch ein frommer Wunsch ist. Denn die embryonalen Stammzellen sind derzeit der Goldstandard und die Hoffnung, heute noch unheilbare Krankheiten zumindest zu lindern, bieten insbesondere Erkenntnisse an den embryonalen Stammzellen. Das Argument, dass bis dato noch nichts Greifbares heraus gekommen sei, ist nur ein Scheinargument. Schließlich kann sich morgen schon der Durchbruch ergeben.
Die Ephemeridenzeit empfiehlt jedenfalls allen, die in die Diskussion einsteigen, zunächst mit unheilbar kranken Menschen zu sprechen, die beispielsweise an Multipler Sklerose oder Parkinson leiden. Dann wäre das Stammtischzellen-Niveau buchstäblich schnell vom Tisch.
Februar 11, 2008