Schlimmer Verdacht: War Hitler Autobahnbauer?
Februar 12, 2008
Nach Evas Rauswurf aus Kerners Sendung und Wippermanns jüngstem Traktat „Autobahn zum Mutterkreuz“ finden sich nun bei der schweigenden Mehrheit schlimme Verdachtsmomente, die in heimlich-empörten Briefen an die Bild-Zeitung geäußert werden: Hitler war Autobahnbauer!
Das allerdings haut die Ephemeridenzeit um. Schließlich war sie bisher immer davon überzeugt, dass unser aller verehrter Gröfaz zunächst als arbeitsscheuer Postkartenmaler und Männerheim-Bewohner in Wien und dann als Torten-verschlingender Münchner Nichten-Begrapscher (Geli Raubal) sein Dasein fristete, bevor er sich in Berchtesgaden hoch über seinem 12-jährigen 1000-Jahre-Reich Mickey-Maus-Filmchen ansah und Schäferhunde mästete. Und nun das: Hitler, ein profaner Arbeiter! Ein Spatenschwinger, ein schwitzender Malocher, ein Kiesschipper. „Größter Schaufler aller Zeiten“, Grösaz, muss es nun heißen, was diesen heroischen, strenggescheitelten und 1945 in Berlin im selbstlosen Kampf gegen die Rote Armee gefallenen Mann dann doch etwas entzaubert.
Was deckt die schweigende Mehrheit als nächstes auf? Göring als Morphinist mit Hang zu Fantasieuniformen? Goebbels als promovierter (intellektueller!) Klumpfuß, der in seiner Jugendzeit mit einem jüdischen Mädchen zusammen war und sozialistische Manifeste schrieb? Röhm als homosexueller Übergewichtiger, der sich in der Nacht der langen Messer aus Liebe zu Addi selbst entleibte? Gauleiter Karl Hanke als feiger Verbläher, der aus der Festung Breslau heimlich verschwand, nachdem er Tausende deutsche Frauen und Kinder mit Durchhalteparolen in den Tod getrieben hatte?
Die Ephemeridenzeit ist beunruhigt. Wird unser schönes Drittes Reich knapp 70 Jahre später entmystifiziert?
Entry Filed under: Nachgelacht. Schlagworte: Autobahn, Deutschland, Drittes Reich, Eva Hermann, schweigende Mehrheit, Wippermann.
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