Erdogan integriert Kurden
Februar 22, 2008
Der türkische Ministerpräsident Erdogan lässt seinen Worten zur Integrationspolitik anlässlich des Besuches in Deutschland Taten folgen. Statt der von ihm als menschenverachtend geächteten Assimilierung von Bevölkerungsgruppen greift er lieber zu dem freundlicheren Mittel Bodentruppen und re-integriert kurdische Minderheiten. Erdogans Gastfreundschaft geht sogar so weit, dass seine militärischen Einheiten mit Panzern in das Nachbarland Irak rollen, um dort eventuell vergessene Kurden abzuholen und sie komfortabel ins Himmelreich zu bringen.
Die Amerikaner in Person des stellvertretenden Außenministers David Welch zollen so viel Integrationsbemühungen Beifall, und hoffen nur, dass “behutsam” vorgegangen würde. Der etwas überrumpelte irakische Ministerpräsident Nuri al Maliki öffnet nachträglich weit die Arme und äußert Verständnis für die Türkei. Und die Ephemeridenzeit ist ehrlich begeistert, dass Erdogan keine Mühen und Kosten scheut, damit die Kurden endlich einsehen, dass sie nicht assimiliert werden sollen.
Nur der EU-Außenbeauftragte Javier Solana haut ordentlich auf die Pauke und stellt sich den Türken mit den so erbarmungslosen Worten in den Weg, dass der Militäreinsatz “nicht der beste Weg” sei…
Pfui! ruft die Ephemeridenzeit und schämt sich, dass wir Europäer mit Nachdruck immer allen unseren Willen aufzwingen wollen. Und seufzt: Das war Satire.
Entry Filed under: Nachgedacht. Schlagworte: Bodentruppen, Erdogan, Irak, Kurden, Militäreinsatz, Politik, Türkei.
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