Nachrichtendienste verlieren Drittmittel-Quelle
März 19, 2008
Aus Insiderkreisen erfährt die Ephemeridenzeit soeben, dass die Nachrichtendienste nach der aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVG) zur Vorratsdatenspeicherung vor den ernsten Konsequenzen für ihre Drittmittelausstattung warnen.
‘Jetzt müssen wir wieder alles mühsam selbst ausspionieren’, sagt ein professioneller Schlapphutträger kopfschüttelnd. ‘Dabei hatten wir mit der Musikindustrie schon einen Deal eingefädelt, der nun leider nicht mehr umzusetzen ist.‘ Damit würden dem BND mehrere Millionen Euro Nebeneinnahmen verloren gehen und auch die Zweitverwertung der Daten durch Verkauf an interessierte ausländische Quellen könne so nicht mehr erfolgen.
‘Dem Bürger und Steuerzahler sollten die Konsequenzen solcher Fehlurteile drastisch vor Augen geführt werden‘, mahnt der geheime Geheiminformant im angesicht der versiegenden ‘Drittmittel’. Noch mehrere solcher BVG-Entscheidungen und man müsse vielleicht sogar die eine oder andere Geheim-Dienststelle dicht machen. ‘Dann müssen die Deutschen ihre Terroristen wieder selbst erfinden, äh: suchen - wir jedenfalls haben dann keine Zeit und kein Personal mehr dafür.‘
Solche Aussichten treibt der Ephemeridenzeit den Angstschweiß auf die Stirn. Sie ist daher gerne bereit, die eigenen Daten freiwillig den Diensten zu spenden. Und dem Satirelexikon gleich dazu!
Entry Filed under: Nachgedacht. Schlagworte: Bundesverfassungsgericht, Geheimdienste, Musikindustrie, Politik, Vorratsdatenspeicherung.
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