CSU-Chef Huber verbittet sich Kritik
April 4, 2008
Na endlich, die grunddemokratische CSU verbietet sich in persona ihres Chefs jeglicher öffentlicher Diskussion und damit möglicherweise verbundener Kritik. Nach weniger als einem Jahr Stoiber-Sturz ist man wieder dort angelangt, wo man versprach, nie wieder hinzukommen: Bei den CSU-Maulkörben, die man als bayerische Lebensart über Jahrzehnte so schön verkaufte.
Huber verantwortet über 4 Milliarden Euro Verluste bei der BayernLB. Da werden auch die Finanztricks, die Verluste in einer andere Gesellschaft auszulagern, nichts daran ändern. Denn für mindestens die Hälfte wird der bayerische Steuerzahler bürgen – und weil die Anleihezertifikate dann endgültig dem Besitz der Bank entzogen ist - auch zahlen müssen.
Die Ephemeridenzeit findet, dass sich der bayerische Bürger, der persönlich mit etwa 300 Euro für Hubers Unfähigkeiten aufkommen muss, schon ein bisschen Kritik äußern darf. Oder ist die Kritik-Recht-Grenze erst bei 1000 Euro Beitrag erreicht?
Entry Filed under: Nachgedacht. Schlagworte: BayernLB, CSU, Huber, Parteichef, Politik.
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1.
blogsgesang.de | April 7, 2008 at 1:25
Man sollte sich über den Maulkorb für die CSU-Mitglieder nicht wundern, denn er ist ein Teil ihres Erfolgsgeheimnisses. Je absoluter man regieren will, umso weniger darf man andere mitreden lassen. Mehr:
http://www.blogsgesang.de/2008/04/07/die-csu-zwischen-absoluter-macht-und-innerparteilicher-demokratie/