Wer kennt William S. Schlamm?

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über das ‘Medienarchiv68′ des Hauses Springer. Darin kommt ein William S. Schlamm (Publizist) zu Wort, der irgendwann 1968 in der Welt am Sonntag folgendes im Zusammenhang mit den Studentenprotesten (“Gammlerunflat”) schrieb:

“…geistig und moralisch gestörten Studenten, die einigen deutschen Universitäten die üble Reputation eines geistigen Bordells anhängen.” Und weiter: “Denn diese widerwärtige Rebellion der Selbstentblößung, der hämischen Freude am eigenen Schmutz, ist eine ernste Krankheit der Zeit.”

Abgesehen davon, dass der Name diesen werten Herrn Schlamm offensichtlich Programm war, interessiert die Ephemeridenzeit nun doch, wer diesen Mann beim Springer-Verlag so stützte und förderte? Was der noch so schreiben durfte? Vielleicht meldet sich ja einmal jemand von der Springer Presse? Wäre doch schön zu lesen, wie man heutzutage zu so viel Hetze und Häme steht.

Denkt sich die Ephemeridenzeit

PS: Folgendes lässt sich zu Schlamm in Wikipedia finden.

Add comment Januar 31, 2010

Steuerhinterzieher legen zusammen

Die Idee macht Runde. Einfach ein oder zwei Milliönchen sammeln, das Ganze an eine oder zwei Parteien überweisen als inoffiziell zweckgebundene Spende und – simsalabim – der Wunsch der Zweckgemeinschaft geht in Erfüllung.

Ganz aktuell haben die Herrschaften, deren Adressen sich auf der Steuerhinterzieher-CD ROM befinden, zusammengelegt. Und tatsächlich: CDU und FDP-Politiker erklären unisono, dass man den Datensatz auf keinen Fall kaufen könne, weil man als Staat ja keine Hehlerware kaufen dürfe.

Richtig, sagt die Ephemeridenzeit. Man darf aber auch keine Partei kaufen. Eigentlich.
Uneigentlich aber freuen sich die Steuerhinterzieher über diese neue Möglichkeit, sich frei zu kaufen.

Add comment Januar 31, 2010

Oettingers Spätzle-Englisch

Was erwarten wir von unseren spritzigen Politikern? Dass sie hervorragende Elogen über den Gräbern von ehemaligen Nazi-Richtern halten in einer Mundart, in der man im Tausendjährigen Reich auch fix ‘mal ein Todesurteil geschrieben hat? Oder dass sie langweilig technisches Zeugs über Stromversorgung und Netzwerkmanagement in Englisch von sich geben?

Eben. Die Ephemeridenzeit tritt also nicht ein in den Chor der Spötter, die sich über den EU-Energiekommissar Günther Oettinger lustig machen. Im Gegenteil. Sie findet, dass der liebe Günther mit seinem Englisch auch nichts Unverständlicheres von sich gegeben hat als in seinem schwäbischen Politikersprech.

Oettinger: Wir können alles außer Englisch.

Add comment Januar 30, 2010

Respekt! Die CSU schließt Projekt Hypo Alpe Adria erfolgreich ab

Die CSU beweist erneut Wirtschaftskompetenz! Das Ziel ihres jüngst abgeschlossenen Projektes: Möglichst viele Steuergelder versenken.

Faltlhauser, Huber und Stoiber jedenfalls haben dieses Ziel voll erreicht. 3,7 Milliarden Euro wurden allein beim Deal mit der Hypo Alpe Adria verbrannt. Dazu kommen noch mindestens 3 Milliarden Euro Verluste durch Finanzspekulationen und Kreditvergaben ohne Kreditprüfungen.

Respekt! Das muss man erst einmal hinkriegen. Respekt auch, dass keiner dieser drei christlichsozialbewegten Männlein eine Konsequenz ziehen werden muss. Denn das bekommt nur die CSU hin: Straffreiheit und völlige Verantwortungslosigkeit für vollkommene Unfähigkeit und Dummheit ihrer Parteigranden.  Und schließlich noch einmal Respekt! Denn die bayerische Wählerschaft wird’s wohl – wie eh und je – stoisch hinnehmen und ihre Staatspartei wieder wählen.

Das, wir geben es gerne zu, kriegt keine andere Partei hin. Nun fragt sich die Ephemeridenzeit: Was kommt als nächstes? Wird Seehofer bald in Kärnten einmarschieren? Oder gleich ganz groß ins Geldwäschegeschäft einsteigen lassen?

Wir sind gespannt!

Add comment Januar 19, 2010

Jetzt amtlich: Auch die CSU ist nicht käuflich!

Jetzt ist es amtlich: Die CSU hat zwar gnädig knapp 830.000 Euro vom Mehrheitseigner der Hotelkette Mövenpick (von Finck) angenommen, aber käuflich ist sie selbstredend nicht. Auch nicht beeinflussbar. Auch nicht belehrbar. Und dass zufällig die Mehrwertsteuer für die Hotelbranche auf knapp ein Drittel fiel, ist purer Zufall. Völlig unvorhersehbar.

Das einzige was durchaus vorhersehbar ist: Dass die CSU schon recht bald unter die 40 Prozent-Marke fallen wird. Denn so blöd sind wir nicht, die Wähler.

Hofft die Ephemeridenzeit

Add comment Januar 18, 2010

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